Die Synagoge in Heerlen erhält als LEV eine neue Zukunft
Die alte Synagoge an der Stationsstraat erhält nach Jahrzehnten eine neue Zukunft. Die Gemeinde Heerlen und die Wohnungsbaugesellschaft Weller erwerben das Gebäude gemeinsam. Weller kauft den Wohnkomplex. Die Gemeinde erwirbt die Synagoge und die davor liegenden Ladenflächen.

Bald wird man die Synagoge wieder direkt von der Straße aus erreichen können. Dieser besondere Ort aus der Geschichte von Heerlen wird so wieder sichtbar und zugänglich.
Dies ist eines der drei Kulturerbe-Projekte, denen die Stadtverwaltung in dieser Legislaturperiode besondere Aufmerksamkeit widmet. Die beiden anderen Projekte sind das Römische Museum und das „Royal“.
Ein Ort, der zu neuem Leben erwacht
Die Synagoge erhält den Namen LEV. Das ist Hebräisch für „Herz“.
Die Gemeinde möchte die Synagoge nicht nur erhalten. Das Gebäude soll auch wieder einen wichtigen Platz in der Stadt einnehmen.
Beigeordnete Casper Gelderblom (Wohnungswesen und Raumordnung) sagt:
Dies ist ein wichtiger Schritt für einen Ort, der lange Zeit im Verborgenen lag. Lange Zeit schien es fast unmöglich, die Synagoge wieder mit der Stadt zu verbinden. Durch die Zusammenarbeit mit Weller ist dies nun möglich. Wir möchten die besondere Geschichte dieses Ortes sichtbar halten und gleichzeitig Raum für die Zukunft schaffen. LEV soll ein Ort werden, an dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammenkommen.
Beigeordnete Theo de Groot (Zentrum und Kulturerbe): „Die Synagoge ist ein wichtiger Teil der Geschichte von Heerlen. Im Laufe der Jahre ist das Gebäude immer mehr aus dem Blickfeld geraten. Indem wir die Synagoge wieder zugänglich machen, bringen wir ein Stück der Stadt zurück. Ein besonderer Ort wird wieder sichtbar und mit der Innenstadt verbunden.“
Wer wirkt an den Plänen mit?
Die Gemeinde arbeitet gemeinsam mit verschiedenen Organisationen an der Zukunft der Synagoge. Diese Organisationen bringen unter dem Namen LEV ihre Ideen ein:
- NIHS Limburg
- Stiftung „Leerhuis Limburg“
- Stiftung für jüdisches Kulturerbe Limburg
- Weller
- Nachbarschaftsteams Heerlen
- SCHUNCK
- Movare
- SVOPL
- Provinz Limburg
- RWTH Aachen
- Kino „De Spiegel“
- Parkstad Limburg Theater
- Zuyd-Hochschule
Diese Organisationen bringen Wissen und Ideen aus verschiedenen Bereichen zusammen. Dabei geht es um die jüdische Gemeinde, Bildung, Wissenschaft, Kultur, Soziales und öffentliche Verwaltung.
Gemeinsam suchen sie nach einer neuen Rolle für die Synagoge. Die jüdische Geschichte und die Bedeutung des Gebäudes bleiben dabei der Ausgangspunkt. Gleichzeitig soll der Ort auch für die heutigen Einwohner von Heerlen und für künftige Generationen von Bedeutung sein.
Plan für 2027
Die Gemeinde und die Partner von LEV werden in der nächsten Zeit an einem Plan für die Synagoge arbeiten. In dem Plan heißt es:
- Wie die Synagoge wieder direkt zugänglich wird
- Welche Aktivitäten stattfinden können
- Wie die Synagoge mit der Innenstadt verbunden ist
So sind beispielsweise kulturelle Veranstaltungen in kleinem Rahmen möglich. Der Plan wird voraussichtlich im Jahr 2027 vorgestellt.
Nach Jahrzehnten, in denen die Synagoge weitgehend im Verborgenen lag, beginnt nun ein neues Kapitel. Die Synagoge kann wieder zu einem sichtbaren und bedeutenden Ort in Heerlen werden.