Auch 2027 Fördermittel aus dem Jugendbildungsfonds
Die Gemeinde Heerlen arbeitet seit 2017 mit dem Jeugd Educatie Fonds (JEF) zusammen. Dieser Fonds hilft Kindern, die in Armut aufwachsen. Nicht ihr Talent entscheidet darüber, wie weit sie es bringen, sondern ihre familiäre Situation.
Ende 2026 läuft ein dreijähriges Pilotprojekt aus. Dieses Pilotprojekt war erfolgreich. Deshalb möchte die Gemeinde die Zusammenarbeit fortsetzen. In Zukunft sollen weitere Schulen hinzukommen.

Arlette Vrusch : „Armut darf niemals darüber entscheiden, wie weit ein Kind es bringen kann. Dennoch sehen wir, dass finanzielle Sorgen zu Benachteiligungen führen. Der Jugendbildungsfonds gibt Schulen die Möglichkeit, Kindern direkt zu helfen. Schulen erkennen oft als Erste, was ein Kind braucht. Das funktioniert. Deshalb investiert Heerlen weiter in diesen Bereich.“
Wie wirkt sich Armut auf Kinder aus?
In Heerlen wachsen Tausende von Kindern in Armut auf. Sie starten schon früh mit einem Rückstand ins Leben. Dieser Rückstand lässt sich später nur schwer aufholen.
Aus einer Studie zur Chancengleichheit (2025) geht hervor, dass Armut Probleme verursacht:
- Psychische Probleme
- Verminderte Konzentrationsfähigkeit
- Geringere schulische Leistungen
Diese Probleme nehmen zu. Die Kluft zu Kindern aus Familien ohne finanzielle Sorgen wird immer größer. Im Schuljahr 2025–2026 hat das JEF mehr als 10.000 Mal einem Schüler geholfen.
Die Zusammenarbeit?
Teilnehmende Grundschulen erhalten jedes Jahr ein festes Budget. Dieses Budget können sie selbst einsetzen. Sie können Gruppen oder einzelnen Schülern in verschiedenen Bereichen helfen.
Heerlen startete mit 11 Grundschulen. Im Jahr 2023 kamen 3 weitere Schulen hinzu. Die Schulen verwenden die Mittel beispielsweise für:
- Schulausflüge bezahlen
- Einzelnen Schülern helfen, wenn die Eltern zu wenig Geld haben
Aufgrund der guten Ergebnisse werden im August 2026 weitere Schulen hinzukommen.
Der Jugendbildungsfonds
Der Fonds besteht dieses Jahr seit 10 Jahren. Das Ziel: Alle Kinder verdienen bestmögliche Entwicklungschancen. Das kommt der Gesellschaft zugute. Sie arbeiten auf der Grundlage von Vertrauen mit Grundschulen zusammen.
Bundesweit arbeitet das JEF mit mehr als 1000 Grundschulen und 90 Gemeinden zusammen.