Heerlen erneut an der Spitze der RTL-Nachrichten-Unterweltkarte

Aus der neuesten „Unterweltkarte“ von RTL Nieuws geht hervor, dass Heerlen erneut auf Platz 1 der Gemeinden steht, die am stärksten von untergrabender Kriminalität betroffen sind. Die „Unterweltkarte“ wurde veröffentlicht. Damit schneidet Heerlen, genau wie vor vier Jahren, von allen Gemeinden in den Niederlanden am schlechtesten ab. 

Bürgermeister Roel Wever:
„Dieses Ergebnis zeigt, wie hartnäckig das Problem der Unterwanderung ist. Aber wenn wir in Heerlen mit zu wenig Polizei auskommen müssen, wird das Problem nur noch größer.“

Für die organisierte Unterwelt bleibt Heerlen leider ein attraktiver Ort, um kriminelle Aktivitäten zu entfalten.Die„Unterweltkarte“ von RTL Nieuws verdeutlicht, wie anfällig Gemeinden für untergrabende Kriminalität sind. Wichtige Indikatoren sind Drogenkriminalität, Geldwäsche, verdächtige Transaktionen, risikobehaftete Wirtschaftssektoren und sozioökonomische Verhältnisse. Unterwanderung entsteht, wenn Kriminelle legale Strukturen wie Unternehmen, Wohnräume oder Finanzsysteme nutzen, um illegale Aktivitäten zu verschleiern. Das kann weitreichende Folgen für die Sicherheit, die Lebensqualität und die wirtschaftliche Entwicklung einer Stadt haben.

Bürgermeister Wever: „Für Heerlen ist das Ergebnis ein deutliches und besorgniserregendes Signal, dass anhaltendes Engagement erforderlich ist.“ In den vergangenen Jahren hat Heerlen massiv in die Bekämpfung der Unterwanderung und die Stärkung gefährdeter Stadtteile investiert. So wird mit Programmen wie „Sociaal Veilig“ und „Preventie met Gezag“ gearbeitet, ergänzt durch Familiencoaches und ein spezialisiertes Interventionsteam. Dieser Ansatz zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität sowie auf die Bekämpfung von Unterwanderung und Belästigungen ab. Dazu gehört auch die Unterstützung von Familien und die Verhinderung, dass Jugendliche in kriminelle Netzwerke geraten. Das kürzlich eingeführte Parkstad-Gesetz hilft bei der Bekämpfung der Unterwanderung. Seit dem 1. Januar 2026 verpflichtet dieses Gesetz neue Mieter in einer Reihe ausgewiesener Stadtteile, eine Wohnberechtigung zu beantragen. Dabei prüfen wir Arbeit, Einkommen und Sicherheitsrisiken. So kann die Gemeinde auf einen ausgewogeneren Zuzug von Bewohnern hinwirken.

Wie viele Signale braucht Den Haag noch?

Seit 2023 ist die Polizeikapazität in Heerlen um fast 30 Vollzeitstellen zurückgegangen. Der Druck auf die lokale Sicherheit nimmt weiter zu. Ohne einen ausreichenden und strukturellen Einsatz von Polizei und Justiz ist dieser Kampf laut Bürgermeister Wever so gut wie unmöglich zu gewinnen: „Wie viele dieser Signale und Untersuchungen braucht Den Haag noch? In allen Bereichen investieren wir präventiv in die Verbesserung der Lebensbedingungen. Das tun wir, indem wir Armut bekämpfen, Bildungsrückstände verringern, bestehende Wohnungen verbessern und den Zuzug schutzbedürftiger Haushalte von außerhalb der Region begrenzen. So verringern wir den Nährboden für Unterwanderung. Doch Den Haag entzieht der Polizei diese gemeinsamen Anstrengungen, indem es an unnachvollziehbaren Berechnungsmodellen festhält, auf denen die Polizeikapazität basiert.“