Heerlen eröffnet das Verfahren „Frühzeitige Antragstellung“ für Wohnungsbauprojekte und Bildungseinrichtungen
Das Stromnetz in den Niederlanden ist ausgelastet. Dies bezeichnen wir als Netzengpass. Aus diesem Grund erhalten neue Wohnungen und Schulen nicht immer einen Stromanschluss. Die Gemeinde Heerlen schließt sich der neuen landesweiten Vorgehensweise „Früher beantragen“ an. So helfen wir Projekten in Heerlen dabei, Stromkapazitäten zu erhalten.

Beigeordnete Casper Gelderblom:
Das überlastete Stromnetz betrifft das gesamte Land und somit auch unsere Stadt. Wir tragen dazu bei, dass vielversprechende Projekte in Heerlen die größtmöglichen Chancen auf Stromkapazität haben. Deshalb bündeln wir alle Informationen an einem Ort und bitten die Projektinitiatoren, gemeinsam mit uns dafür zu sorgen, dass möglichst viele vielversprechende Projekte die Möglichkeit der vorzeitigen Antragstellung nutzen. So handeln wir sorgfältig, transparent und rechtzeitig – gerade jetzt, wo im Stromnetz wenig Platz ist. Wir warten nicht ab, denn jedes Haus und jede Schule in Heerlen zählt.
Warum „Früher beantragen“?
Das Stromnetz bietet nicht genügend Kapazitäten für alle Projekte. Gemeinden können daher beim Netzbetreiber einen Antrag auf gesellschaftliche Priorität (Vorrang) stellen. Dies ist für den Wohnungsbau und für Schulen möglich. Wir erstellen eine Rangliste der Projekte und wenden dabei klare Regeln an. Diese Regeln werden am 18. August auf overheid.nl veröffentlicht.
Bitte beachten Sie: Ein Platz auf unserer Liste ist keine Garantie für einen Stromanschluss. Der Netzbetreiber entscheidet letztendlich, ob und wann Kapazitäten verfügbar sind.
Warum so wenig Zeit?
Für die erste Runde steht nur wenig Zeit zur Verfügung. Das Reich und die Behörde für Verbraucher und Markt haben dies gemeinsam mit den Netzbetreibern festgelegt. Heerlen hat sich für eine Teilnahme entschieden. Das Stromnetz bietet nur wenig Spielraum. Wohnungsbau und Schulen sind wichtig für unsere Stadt. Deshalb warten wir nicht ab.
Melden Sie Ihr Projekt an, wenn es:
- In der Gemeinde Heerlen liegt
- Geht es um den Wohnungsbau oder um Schulen?
- voraussichtlich spätestens 2036 fertiggestellt sein wird
- noch nicht über die (volle) Strombelastbarkeit verfügt
Wie melde ich mein Projekt an?
Füllen Sie das Formular bitte bis spätestens Sonntag, den 6. September 2026, aus. Nur vollständige Unterlagen können wir rechtzeitig prüfen.
Wie werden Projekte bewertet?
Die Bewertungskriterien orientieren sich an den landesweiten Zeitfenstern für den Baubeginn. Wir prüfen unter anderem, ob das Projekt realisierbar ist, welchen Beitrag es zum „Nieuw Heerlens Woonfundament“ leistet, inwieweit es dem Grundsatz „Mischung ohne Verdrängung“ im Stadtteil entspricht und wie effizient das Projekt das Stromnetz nutzt. Für kleine Wohnungsbauprojekte mit bis zu 10 Wohnungen gelten gesonderte Regelungen.
Was passiert nach dem 6. September?
- 7. und 8. September: Wir bewerten alle Projekte und erstellen eine vorläufige Liste.
- 16. September: Wir veröffentlichen die vorläufige Liste.
- 17. bis einschließlich 24. September: Betroffene können zu dem Entwurf der Liste Stellung nehmen.
- 25. und 28. September: Wir werten die Rückmeldungen aus und passen die Liste gegebenenfalls an.
- 29. September: Der „ Kollegium “ des Bürgermeister- und Beigeordnetenkollegiums legt nach regionaler Abstimmung die Liste fest.
- Ab dem 1. Oktober: Wir reichen die Anträge beim Netzbetreiber ein.