Bürgermeister Wever ergreift zusätzliche Maßnahmen gegen Jugendkriminalität: Heerlerheide-Passart und Vrieheide-De Stack werden zu Sicherheitsrisikogebieten erklärt
Bürgermeister Roel Wever erklärt die Stadtteile Heerlerheide-Passart und Vrieheide-De Stack ab heute zu Sicherheitsrisikogebieten. Grund dafür sind anhaltende Belästigungen durch Jugendliche und Störungen der öffentlichen Ordnung.

Aus Informationen der Polizei und Meldungen von Anwohnern geht hervor, dass mehrere Jugendliche an den Störungen beteiligt sind. Die Anwohner fühlen sich zunehmend unsicher. Außerdem besteht in dem Stadtteil die Gefahr von Gewalt. Die Ereignisse der vergangenen Woche und der Schusswechsel vom vergangenen Sonntag sind Beispiele dafür.
Was bedeutet „Sicherheitsrisikogebiet“?
Die Polizei erhält mehr Handlungsmöglichkeiten. Sie darf Personen präventiv und ohne Verdachtsgrund durchsuchen. Dies ist jedoch nur mit Zustimmung des Staatsanwalts zulässig.
In dem vom Bürgermeister ausgewiesenen Sicherheitsrisikogebiet darf die Polizei nach Genehmigung durch die Staatsanwaltschaft präventive Leibesvisitationen durchführen, ohne dass ein Verdacht vorliegt. Das Sicherheitsrisikogebiet gilt vom 17. August, 17:00 Uhr, bis zum 18. August, 05:00 Uhr. Am selben Tag wird es bis zum 18. September verlängert.
Bürgermeister Roel Wever:
„Das Verhalten der Jugendlichen toleriere ich absolut nicht. Deshalb greife ich gemeinsam mit der Polizei und der Staatsanwaltschaft ein, um durch präventive Durchsuchungen das Viertel sicherer zu machen. Außerdem verstärken wir den Einsatz von Polizei und Ordnungsbehörden in diesem Gebiet. Ein gutes Beispiel dafür ist die Aktion vom vergangenen Donnerstag, bei der Polizei und Ordnungsbehörden im Rahmen eines Aktionstages in der Nachbarschaft in großem Umfang im Einsatz waren und mehrere Festnahmen sowie Aufenthaltsverbote verhängt wurden. Ich stehe in engem Kontakt mit der Polizei und der Staatsanwaltschaft, und wir sind uns einig: Wir tun alles, um die Sicherheit und Lebensqualität der Bewohner zu schützen.“
Möglicherweise weitere Maßnahmen
Sollte die Situation anhalten, erwägt der Bürgermeister weitere Maßnahmen. Zum Beispiel ein Versammlungsverbot. Dann dürfen sich bestimmte Personen während eines bestimmten Zeitraums nicht mehr in Gruppen in diesem Gebiet aufhalten. Bürgermeister Wever: „In den kommenden Tagen und Wochen werden wir die Situation gemeinsam genau im Auge behalten, und ich werde bei Bedarf erneut unverzüglich Maßnahmen ergreifen.“
